Die Verbindung zur Standesherrschaft Muskau
Bis 1945 erstreckte sich der Einfluss der Standesherrschaft Muskau auf das Kirchspiel Schleife. Die Ausstellung zeigt u.a. eine Kopie der Berufungsurkunde des Pastors Johann Wehlam durch Graf Pückler. Darin heißt es: “Ich Ludewig Carl Hannß Erdmann, Graf von Pückler, Freiherr zu Graditz, Standesherr von Muskau in der Oberlausitz wie auch auf Wettesingen und Wertheim, Jemlitz, Merzdorf und Neudorf, Branitz, Gallinchen, Groß Döbern, Klein Bucko und Reichwalde, Königlich Sächsischer Gemeine Rath, als Patronus und Collator der Kirche zu Schleiffe in besagter meiner Standesherrschaft Muskau, entbiete dem Candidaten der Religionswissenschaft, Johann Wehlam, Meinen gnädigen und geneigten Willen, und alles Gute zuvor…“
3. Bild (Berufungsurkunde des Pastors Johann Wehlam (Jan Welan) 1773 – 1852 durch Graf Pückler vom 22. Juli 1810)
Die „Protestantin“ in Mühlrose, eine ehemals große Kiefer, ist auch im Zusammenhang mit der Standesherrschaft Muskau zu sehen. Sie befindet sich noch im Bereich des „Tiergartens“, der bald zu wesentlichen Teilen dem Tagebau weichen muss. Noch steht dort ein Gedenkstein, der um 1905 aufgestellt wurde. Auf dem Steinquader kann man lesen:
„Die Protestantin – gepflanzt im Jahre des Herrn 1620 vom ersten protestantischen Callenberg, Herrn von Muskau und Landvogt der Oberlausitz“. Unsere Ausstellung zeigt eine Holztafel mit dem gleichen Wortlaut. Ein Heimatforscher entdeckte sie und ließ sie restaurieren. Wahrscheinlich wurde die Holztafel schon um 1890 bei der „Protestantin“ aufgestellt. 
4. Bild (Holztafel, Dauerleihgabe von Herrn Lutz Stucka, Weißwasser)
