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Bildungswerk

Das Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk ist eine unselbständige Einrichtung des Kirchenkreisverbandes Schlesische Oberlausitz.

Es ist benannt nach Johann Amos Comenius, einem mährischen evangelischen Theologen und Pädagogen, der am 28. März 1592 in Nivnice im östlichen Mähren geboren wurde und nach einem sehr wechselvollen und schweren Leben, das durch den 30-jährigen Krieg und die Gegenreformation stark geprägt wurde, am 15. November 1670 in Amsterdam starb.

Besonders bekannt wurde Comenius durch seine theologischen und vor allem auch pädagogisch-didaktischen Werke. Er gilt als der Klassiker der neuzeitlichen Pädagogik. Zu seinen Prinzipien gehörte u. a. die Forderung nach einer umfassenden Allgemeinbildung für alle, bildungspolitische Chancengleichheit, die Verpflichtung der Lehrenden zur Anschaulichkeit und Selbsttätigkeit und die Erziehung zum Gebrauch der eigenen Vernunft.

In seinen Schriften betont er immer wieder, dass Selbstsprechen, Selbsthandeln und Selbstanwenden „die einzigen Grundlagen zum gediegenen Wissen, zur Tugend und endlich zur Glückseligkeit“ sind.

Das Bildungswerk weiß sich bei seinen Angeboten den Ideen und dem Bildungsverständnis von Johann Amos Comenius verpflichtet. 

Veranstaltungen 2012

Liebe bisherige und liebe zukünftige Mitreisende,

2012 ist ein Jahr mit vielen runden Geburts- und anderen Gedenktagen von Leuten, die die Oberlausitz und Schlesien ein Stück weit mitgeprägt haben. Zu nennen sind bspw. der 275. Todestag von Benjamin Schmolck, berühmter Liederdichter und Erbauungsschriftsteller aus Schweidnitz, der 250. Geburtstag des bedeutenden Philosophen Johann Gottlieb Fichte aus Rammenau, der 150. Geburtstag des berühmten Schriftstellers Gerhard Hauptmann aus Agnetendorf und der 125. Geburtstag seines Künstler-Freundes Johannes Maximilian Avenarius ausGreiffenberg. Bei unseren Fahrten besuchen wir die Orte, in denen sie gelebt und gewirkt haben.

Daneben wollen wir auch wieder die wunderbare und so abwechslungsreiche Landschaft hier bei uns im Dreiländereck erkunden. Zu den vielen touristischen Höhepunkten kommt in diesem Jahr noch die herrliche Landesgartenschau in Löbau dazu.

Lassen Sie sich also einladen und kommen Sie mit uns auf Entdeckungsfahrt.

Mit den besten Grüßen

Margrit Kempgen

Download: Rückmeldebogen Interessenbekundung

MÄRZ

14.03. – 21.03.2012:„Malta – Weltkulturerbe im Mittelmeer“

- Auslands-Studienreise, Flug-Bus-Reise -

Malta im Frühling ist schon ein ganz besonderer Anblick. Die im Sommer so trocken-braune Insel präsentiert sich im Frühjahr grün und farbenfroh. Bei unseren Fahrten über die Hauptinsel Malta  und die kleinere Schwesterinsel Gozo werden wir viel davon zu sehen bekommen. Aber Malta sehen heißt auch, den weiten Bogen von der Steinzeit über die Antike bis in die Neuzeit zu spannen. Wir besichtigen die Tempelbauten der Megalithkultur von Tarsien, die Ghar-Dalam-Höhle, die Kultbauten von Hagar Quim und den Steinzeittempel Ggantija.

Wir folgen den Spuren der Kreuzritter in La Valetta und Vittoriosa und natürlich auch denen des Apostels Paulus in Mdina und Rabat. Malta war von alters her ein Anlaufpunkt für Migranten und ist es auch heute noch. Davon werden wir einiges bei unserem Besuch in der Ev. Andreas-Gemeinde erfahren. Eine ungeheure kulturelle Vielfalt auf kleinem Raum – das ist Malta.

Veranstalter: Conti-Reisen, Köln; Leitung : M. Kempgen;

Kosten (incl.Flug, Ü/HP, sämtliche Ausflüge):

1135,- € p.P. im DZ; 1285,-€ p.P.im EZ


MAI

08.05.2012: „Blütenzauber in der Oberlausitz“

- Halbtagsfahrt nach Löbau und zur Landesgartenschau -

Löbau ist die kleinste Stadt des 6-Städte-Bundes und hat ihren ganz eigenen Reiz, den wir bei einem Stadtrundgang erkunden wollen. Nach einer stärkenden Kaffeepause besuchen wir mit einer Führung die Landesgartenschau und die Frühjahrs-Sonderausstellung.  

Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 25,- € p.P.


JUNI

05.06.2012: „Himmelswiesen“

- Ganztagsfahrt nach Kamenz und Milkel –

Seit 2011 gibt es in Kamenz in der St. Annenkirche ein Sakralmuseum mit wunderbaren Ausstattungsstücken, darunter fünf spätgotische Schnitzaltäre und eine „Himmelswiese“, die uns bei einer Führung erläutert werden. Eine ganz andere Art von „Wiese“ erwartet uns im Park von Schloss Milkel, das schon wegen seines Eigentümers immer einen Besuch wert ist. Wir hoffen, dass die Parkbesichtigung diesmal nicht „ins Wasser fällt“, wie in Jahren zuvor.

Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca. 35,- € p.P.

 

09.06.2012: „Auf den Spuren Benjamin Schmolcks“

- Eine Ganztagsexkursion nach Schweidnitz in Kooperation mit dem Kulturreferenten am SMG -

2012 jährt sich zum 275. Mal der Todestag von Benjamin Schmolck, bedeutender Liederdichter und Erbauungsschriftsteller und wohl auch bekanntester Pfarrer an der Friedenskirche Schweidnitz. Nach der Besichtigung des Weltkulturerbes Friedenskirche erwartet uns ein Vortrag von Dr. Aderhold zu Leben und Wirken B. Schmolcks. Und nach der Mittagspause begeben wir uns auf „Spurensuche“ in Schweidnitz. Es hat sich in den letzten Jahren viel in Schweidnitz und gerade auch um die Friedenskirche herum getan, das einen Besuch lohnt. Den Abschluss bildet eine musikalische Vesper in der Friedenskirche mit Liedern von B. Schmolck. Ein Seh- und Hörgenuss!

Leitung: M. Kempgen, M. Eiden; Kosten: ca.40,- € p.P.

 

14.06. – 20.06.2012: „Evangelisches Schlesien in Wort und Tat“

- Standortstudienreise nach Niederschlesien -

Zu den Kennzeichen  des evangelischen Schlesiens gehört u. a. eine große Zahl geistlicher Dichter und Schriftsteller, die für eine ganze Epoche, das Barock, prägend waren (s. z. B. Die Schlesische Dichterschule)  und deren Werke bis heute gelesen und gesungen (s. Gesangbuch) werden. Darunter sind so berühmte Namen wie Opitz, Woltersdorf, Günther, Schmolck, Gryphius, Stehr und die Gebrüder Hauptmann. Neben der Dichtkunst, dem Wort, prägte auch die Vielfalt diakonischen Handelns, die Tat, das evangelische Schlesien. Wir wollen bei unserer Studienreise Orte besuchen, die für Wort und Tat bedeutsam waren oder noch sind, wie bspw. Bunzlau, Striegau, Muhrau, Schweidnitz, Kirche Wang, Agnetendorf, Schreiberhau, Glogau, das Diakoniewerk Martinshof/Zoar in Rothenburg/OL und das Diakonissenmutterhaus Emmaus in Niesky. Kleinere Vorträge, Treffen mit polnischen evangelischen Kirchengemeinden und Zeit zur freien Verfügung runden das Programm ab.  

Leitung: M. Kempgen, Dr. Meyer; Standort ist die Kreuzbergbaude; Kosten: ca. 350,- € p. P. im DZ, 400,- € p. P. im EZ


JULI

05.07.2012: „Von der Oberlausitz durch die Görlitzer Heide nach Japan“

- Ganztagsfahrt über Rothenburg/OL nach Halbau/Pl. -

Wussten Sie, dass es in Rothenburg/OL einen wunderschönen Schlosspark mit altem Baumbestand gibt? Er lohnt einen Besuch. Ebenso auch der Japanische Garten in Halbau/Ilowa/Pl.; Er ist Bestandteil eines Landschaftsparkes aus dem 18./19. Jahrhundert, der sich an das Schloss des Reichsgrafen Friedrich Maximilian v. Hochberg anschließt. Zurück führt uns unser Weg dann durch die Görlitzer Heide.

Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.30,- € p.P.

 

13.07.2012: „Der Kahn der fröhlichen Leute“

- Ganztagsexkursion nach Beuthen/Oder, Neusalz und Carolath in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferenten am SMG -

„Der Kahn der fröhlichen Leute“ ist der Titel eines Buches von Jochen Klepper, dem wohl bekanntesten Sohn der Stadt Beuthen.  Beuthen/Oder, im Unterschied zu dem Beuthen in Oberschlesien auch gelegentlich Kuh-Beuthen genannt, ist bis heute ein Landstädtchen an der Oder geblieben aber ein wirklich hübsches mit einer erstaunlichen Geschichte. Auf unserem Rundgang durch die Stadt werden wir viel davon erfahren und insbesondere auch von der adligen Familie von Schoenaich, die in Beuthen eine große Rolle spielte. So gründete Georg von Schoenaich 1601 eine „Universität“ mit 12 Lehrstühlen, das „Gymnasium Academicum“. Etwas weiter stromab liegt Neusalz, das, wie sein Name schon erahnen lässt, seine Entstehung den Salzsiedepfannen verdankt. Bekannt wurde es auch durch die Herrnhuter Brüdergemeine, die mit dem Handels- und Bankhaus Meyerotto und den Textilwerken der Brüder Gruschwitz und weiteren Fabriken über lange Zeit die Wirtschaft des Umlandes prägten. Zwischen Beuthen und Neusalz am rechten Hochufer der Oder gelegen ist Carolath, die Residenz des früheren Fürstentums Carolath-Beuthen-Schoenaich mit den Resten des Schlosses.

Leitung: M. Kempgen, M. Eiden; Kosten: ca.40,- € p.P.

 

20.07.2012: „Leben ist köstlich“

- Grill- und Vorleseabend in der Kreuzbergbaude –

Nach einer guten Stärkung am Grillplatz wenden wir uns Märchen, Fabeln und Geschichten vom großen und vom kleinen Glück zu, denn die Welt ist voller kleiner und großer  Wunder.

Leitung: M. Kempgen mit weiteren Vorleserinnen;

Kosten: ca. 10,- € p. P.


AUGUST

09.08. – 14.08.2012: „Natur und Kultur satt“

- Themen-Kulturreise im Dreiländereck, Standortstudienreise  -

Zum definitiv letzten Mal findet unsere Kulturreise statt. Deswegen ist unser Programm auch mit vielen Höhepunkten aus Bewährtem und Neuen versehen. Außerdem wollen wir einiges von dem nachholen, was in den letzten Jahren buchstäblich „ins Wasser gefallen“ ist. Und dann gibt es ja auch noch die Jubiläen und besonderen Veranstaltungen. Zeit für Görlitz ist vorgesehen und mit einer Führung durch die frisch sanierte Frauenkirche verbunden.

Der Findlingspark Nochten ist wieder ein Stück gewachsen, und den Park von Rammenau möchten wir diesmal ohne Überschwemmung genießen. Der Philosoph Fichte aus Rammenau feiert seinen 250. Geburtstag. Und natürlich gehört auch das neueröffnete Sakralmuseum in Kamenz zu unserem Besichtigungsprogramm in der Oberlausitz, ebenso wie Bautzen mit seinem Dom als Simultaneum, Löbau mit der Landesgartenschau und Weißenberg, ein Ackerbürgerstädtchen.

In Polen besuchen wir den Gottesdienst in Lauban und fahren über Greiffenberg, Friedeberg, Bad Flinsberg, durch das wunderbare Isergebirge zum Riesengebirge. Unser Ziel ist Schreiberhau, verbunden mit den Namen der Brüder Hauptmann und M. Stehr, weiter nach Agnetendorf, zum Hauptmann-Haus mit seiner Paradieshalle von Avenarius. Und natürlich darf auch Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal nicht fehlen.

Der Schwerpunkt unseres Tschechientages liegt auf dem Böhmischen Paradies mit seinen fantastischen Felsformationen wie der „Felsenstadt“. In den Felsen suchten die Böhmischen Brüder in der Zeit der Verfolgung Schutz. Der „Predigerstein“ war ihr geheimer Treffpunkt für die Gottesdienste. Selbstverständlich werden wir auch wieder die Gelegenheit zu einem Treffen mit einer evangelischen Gemeinde nutzen. Kommen Sie mit, es lohnt sich!

Leitung: M. Kempgen, R.-A. Lammert; Standort: Kreuzbergbaude;

Kosten: ca. 300,- € p. P. im DZ, 350,- € p. P. im EZ

 

29.08.2012: „In Löbau, um Löbau und um Löbau herum“

- Halbtagsfahrt nach Löbau und zur Gröditzer Skala -

An den Auftakt mit einer Führung durch die Landesgartenschau in Löbau, die sich im Spätsommer als ganz besonders farbenfroh erweist, schließt sich der Besuch der Sonderausstellung „Die Oberlausitz und ihre Nachbarn“ an. Eine Kaffeepause danach ist immer willkommen. Den Abschluss bildet ein Abstecher in die nicht weit entfernte Gröditzer Skala, mit ihrem herrlichen Weg durch die Felsschlucht.

Leitung: M. Kempgen;  Kosten: ca.25,- € p. P.


DEZEMBER

07.12.2012: „Macht Euch zum Stalle auf“

- Ein adventlicher Vorleseabend in der Stadtmission –

Mit heiteren und ernsten Advents- und Weihnachtsgeschichten von Margret Heine, Rudolf Otto Wiemer, Else Schwenk-Anger, Karl-Heinrich Waggerl, rund um das Thema Stall wollen wir Sie auf diese ganz besondere Zeit einstimmen. Und natürlich gehören das Singen und ein guter Imbiss auch dazu.

Leitung: M. Kempgen und weitere Vorleserinnen;

Kosten: ca. 10,- € p. P.

 

Hinweis:

Im Rahmen der Reformationsdekade ist 2012 das Jahr mit dem Schwerpunktthema Reformation und Musik. Dem tragen zwei Veranstaltungsreihen Rechnung, auf die wir Sie besonders hinweisen möchten:

 

21.07. – 28.07.2012 Bachfest in Schweidnitz/Swidnica
- das einzige Bachfest in Polen überhaupt!

07.09. – 16.09.2012  Bachfest in Görlitz
- mit einem wunderbaren Programm!

 

Ansprechpartner:

Margrit Kempgen
Tel.: 03581/744-205
Mail: comenius@kkvsol.net

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